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Perry Rhodan - Das größte Abenteuer von Andreas Eschbach

  • Mario Staas
  • 28. Feb. 2019
  • 2 Min. Lesezeit

Vorab - aktuelle Hefte etc werde ich hier nicht besprechen, aber wenn es passt wie hier das vorliegende Werk als Quasi Heft 0, dann schiebe ich es auch ein.

Gekauft. Gelesen. Umgehauen worden von diesem Meisterwerk.

Ich werde jetzt nicht viel spoilern, man muss den Ziegel von Buch selber lesen.

Man wusste bisher wenig über Perry Rhodan, was den Mann betrifft, bevor er zum Mond flog. Und selbst hier wurde damals von Scheer und Ernsting eigentlich auch nur ein sehr rudimentäres Gerüst für den Charakter Perry erschaffen.

Es hat sehr lange gedauert, bis man mal hier und da Schnipsel über Perrys Kindheit und Jugend erfuhr, und selbst diese waren nur sehr vage und diffus. Dadurch blieb Perry irgendwie immer ein wenig distanziert wirkend.

Hier, in diesem Buch, ändert sich dies alles - und das, ohne den bisherigen Kanon zu verletzen. Andreas Eschbach hat alles akribisch zusammengetragen und mit der realen Welt der 60er und 70er Jahre in Einklang gebracht. Und dabei auch noch Scheer und Ernsting Tribut gezollt.

Jedes einzelne Wort, jeder Satz, alles sitzt perfekt, versprüht Spaß und eine Leichtigkeit, die ich bei anderen Autoren oft vermisse. Und das, ohne dabei abzuheben, ohne dabei den Leser je zu verlieren.

Andreas Eschbach schwafelt hier und da, manches scheint so unsagbar banal und nichtssagend, dass man sich fragt, ob es denn in dies Buch rein musste. Ja, musste es. Teilweise werden Dinge erst durch seine langen Passagen der Ruhe und der Belanglosigkeiten verständlich, werden Papierhelden zu plastischen Menschen in der Vorstellungskraft des Lesers.

Das Geschwafel macht Spaß beim Lesen. Und dies ist mir bisher nur einmal in der Form so packend begegnet - bei Stephen Kings "Der Anschlag", auch eine Art Science Fiction - Roman, bei dem Geschwafel der ersten Seiten plötzlich nach hunderten Seiten zu relevanten Handlungselementen wird, wichtig wird.

Das hat Eschbach hier auch geschafft. Und überdies viele kleine Eastereggs für den Langzeitleser, den Kenner der Serie, eingebaut.

Als winziger Spoiler ein Beispiel: Die fiktive Stadt Scheernsting als Herkunft der Familie Rhodan, oder eher Roden, wie sie eigentlich hiessen.

Scheernsting - natürlich ist dies nichts anderes als die Zusammenführung der Nachnamen von Perry Rhodans "Erfindern", Walter Ernsting und Karl Herbert Scheer. Dieses Wortkonstrukt ist eigentlich albern und kindisch, würde bei nahezu jedem anderen Autor wie Hauruckhumor wirken. Bei Andreas Eschbach hingegen kommt das als nettes Easteregg daher und wirkt genau wie der zuweilen alberne Hauruck-Humor der ersten 20 Hefte, in dem besonders Walter Ernsting als Clark Darlton glänzte. Eine doppelte Verneigung mit nur einem Wort, das muss man erstmal schaffen.

Auf der Skala bis 10 eine klare 12

Bild © Pabel-Moewig Verlag KG


 
 
 
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